Arbeitsgruppe Ernährungsepidemiologie

Die Arbeitsgruppe „Ernährungsepidemiologie“ untersucht die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes) sowie Erkrankungen des Herzkreislaufsystems (und deren Risikofaktoren).

In Bezug auf die Ernährung untersuchen wir sowohl Ernährungsmuster (z. B. die mediterrane Ernährung) als auch isolierte Nährstoffe (z. B. Zink und Kupfer). Ernährungsmuster berücksichtigen die Tatsache, dass Menschen keine isolierten Nährstoffe oder Lebensmittel zu sich nehmen, sondern komplexe Kombinationen von Lebensmitteln, die im Zusammenspiel Krankheitsrisiken beeinflussen können.

Die Ernährungsfaktoren setzen wir in Beziehung zu Krankheitsrisiken bzw. Erkrankungen. Hier interessiert uns insbesondere, welche Relevanz die Ernährung für kardiometabolische Risikofaktoren (Blutdruck, Blutfette, Blutzuckerspiegel) und körperliche Parameter (z. B. Größe, Gewicht, Taillenumfang) sowie Entzündungsmarker hat.

Weiterhin bearbeiten wir Projekte zum Diabetes mellitus, hier insbesondere im Hinblick auf die neuen Diabetes-Subtypen. Diese teilen Personen mit Diabetes nicht mehr klassischerweise in den Typ-1- und Typ-2-Diabetes ein, sondern berücksichtigen, dass speziell die Gruppe der Personen mit Typ-2-Diabetes sich durch sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe und Risiken für Folgeerkrankungen auszeichnet. Eine Einteilung in die fünf Diabetes-Subtypen soll eine präzisere und individuellere Behandlung und Vorbeugung von Folgeerkrankungen ermöglichen. Da die neuen Diabetes-Subtypen im Moment noch umfangreich erforscht werden, sind sie noch nicht Bestandteil der aktuellen Versorgungsleitlinien.

Die Frage, ob sich die neuen Diabetes-Subtypen auch in ihren Ernährungsmustern unterscheiden und ob sich die Zusammenhänge zwischen Ernährungsmustern und den Folgeerkrankungen des Diabetes zwischen den Subgruppen unterscheiden, untersuchen wir in Kooperation mit dem Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes.    

Ebenfalls von Interesse ist der Schwangerschaftsdiabetes, der z. B. im Rahmen der „CRONOS“ Registerstudie bearbeitet wird, ein Projekt, bei dem die Auswirkung einer SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft auf die mütterliche und kindliche Gesundheit bewertet wird.


Publikationen der AG Ernährung


Forschungsschwerpunkte

Dr. troph. Katharina S. Weber: Ernährungsmuster, Diabetes mellitus und Ernährung, COVID-19 und Gestationsdiabetes  

Cara Övermöhle, M. Sc.: Ernährungsmuster, Mikronährstoffe, Anthropometrie

Paula Stürmer, M. Sc.: Mortalitätsanalysen, Ernährungsmuster, Mikronährstoffe

Tatjana Liedtke, M. Sc.: Diabetes mellitus, COVID-19 und Gestationsdiabetes, Umweltbelastungen und Bevölkerungsgesundheit


Team